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Eichhörnchen als Leitart für die urbane Landschaftsqualität

Die neu veröffentlichte Studie «Eichhörnchen als Leitart für die urbane Landschaftsqualität» zeigt auf, dass das Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) als Leitart für die ökologische Qualität und Vernetzung städtischer Lebensräume eingesetzt werden kann. 
 

Die Untersuchung wurde im Rahmen der Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn in Zusammenarbeit mit SWILD und im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU durchgeführt. Ein zentrales Ziel war die Entwicklung einer digitalen Planungsgrundlage in Form von Vernetzungsmodellen für 20 Schweizer Städte.

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eichhörnchenbild

In städtischen Gebieten sind Eichhörnchen oft in Parkanlagen oder in Wohnvierteln mit einem alten Baumbestand anzutreffen.
 

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Buntspechte

Das Vorkommen von Eichhörnchen zeigte eine signifikant positive Korrelation mit der Artenzahl von 18 ausgewählten baumgebundenen Vogelarten, darunter dem Buntspecht.
 

Wieso das Eichhörnchen?

Eichhörnchen sind Baumbewohner und bewegen sich am liebsten von Baum zu Baum. In Siedlungsgebieten kommen sie deshalb dort vor, wo es grosse und alte Bäume, viele verschiedene Gehölzarten, grosse Kronenvolumina und unversiegelte Böden gibt. Solche vielfältige, alte Baumbestände sorgen zusammen mit Hecken für ein ganzjähriges Nahrungsangebot für Eichhörnchen, bieten Deckung und ermöglichen die Fortbewegung über Baumkronen. Offene oder stark versiegelte Flächen wirken dagegen als Hindernisse.
 

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Bild Eichhörnchen gefährlich unterwegs

Ohne schützende Bäume und Hecken sind Eichhörnchen stark exponiert – deshalb werden offene Fläche besonders schnell überquert.

Im Projekt konnte gezeigt werden, dass sich Eichhörnchen aufgrund dieser Lebensraumansprüche als Leitart für baumgebundene Wildtiere im Siedlungsraum eignen, stellvertretend für verschiedene Vogel-, Nagetier-, Fledermaus- und Insektenarten, die ebenfalls auf alte Bäume angewiesen sind.
 

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Schema_Eichhoernchen_FunktionelleAnsprueche

Lebensraumansprüche des Eichhörnchens, die auch für andere Wildtiere relevant sind

Digitale Grundlagen für Planung und Praxis

Für 20 Schweizer Städte wurden Habitateignungs- und Vernetzungsmodelle erstellt. Sie zeigen geeignete Lebensräume, für Eichhörnchen erreichbare Flächen sowie wichtige Korridore und Barrieren wie Autobahnen, Bahnlinien oder Gewässer.
 

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Vernetzungskarte

Ausschnitt aus der Vernetzungskarte der Stadt Zürich: Das Gleisfeld sowie der Beginn der oberirdischen Autobahn (roter Kasten) und der Fluss sind als Barrieren gut erkennbar. Gelbe Punkte: Ausgangspunkte; orange Punkte: Zielpunkte; orange Gebiete: geeignete Eichhörnchen-Lebensräume; gelbe Linien: Vernetzungskorridore; schwarze Flächen: Wälder.

Diese digitalen Karten können Verwaltungen und Planungsfachleute dabei unterstützen, ökologische Qualität und Vernetzung stärker in Planungsprozesse einzubeziehen, etwa bei Arealentwicklungen, Aufwertungsprojekten, Richt- und Nutzungsplanungen oder bei der Priorisierung von Massnahmen im öffentlichen Raum.

Bei Fragen oder für weitergehende Planungshilfen steht das Team der Meldeplattformen und von SWILD gern zur Verfügung.


Links zu weiterführenden Informationen
Meldeplattformen für Wildtierbeobachtungen aus dem Siedlungsgebiet
Wilde Nachbarn und StadtWildTiere

Text von Sandra Gloor und Maajan Richter