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SWILD stärkt Forschung mit Satellitentelemetrie

Mit Beteiligung von SWILD wurde erstmals in der Schweiz ein wildgeschlüpfter Bartgeier kurz nach dem Erstflug mit einem Satellitensender markiert.

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Bartgeier Aiolo gehalten von Franziska Lörcher

Erstmals konnten wir in der Schweiz einen wildgeschlüpften Bartgeier kurze Zeit nach dessen erstem Flug behändigen und mit einem Sender markieren. Aiolos, 2025 im Berner Oberland geschlüpft, war nach seinem Erstflug unglücklich gelandet und konnte gerettet werden.

Die Satellitentelemetrie ist in der Wildtierforschung eine sehr wichtige Methode, mit der man Daten über das Verhalten von Wildtieren erhalten kann. SWILD wendet sie in verschiedenen Forschungs- und Artenschutzprojekten an, wobei wir einen besonderen Fokus auf den Tierschutz legen. Zum einen haben wir tierfreundliche Methoden entwickelt, wie wir die Sender anbringen können. Zum anderen haben mit dem WildlifeMonitor eine Webplattform geschaffen, die eine effiziente und einheitliche Datenkontrolle von verschiedenenen Sendertypen ermöglicht. Damit können wir sehr schnell erkennen, wenn einzelne Tiere in problematische Situationen geraten und eine Kontrolle im Feld notwendig ist. In der Vergangenheit ist es uns dadurch immer wieder gelungen, Tiere aus misslichen Situationen zu retten und gleichzeitig besser zu verstehen, welchen Risiken die untersuchten Arten ausgesetzt sind.

Bartgeier im ganzen Alpenraum erhalten Satellitensender

SWILD setzt die Satellitentelemetrie schwerpunktmässig bei der Überwachung wiederangesiedelter Bartgeier im Alpenraum ein. Im Auftrag der Stiftung Pro Bartgeier und weiteren Organisationen aus den benachbarten Alpenländern markieren wir alle ausgewilderten Bartgeier mit Satellitensendern. Nun möchten wir die Technik auch vermehrt bei wildgeschlüpften Jungtieren einsetzen. 

Erster wildgeschlüpfter Junggeier mit Sender in der Schweiz

2025 ist es uns in der Schweiz erstmals gelungen, einen wildgeschlüpften Junggeier mit einem Sender zu versehen. Der im Berner Oberland geborene Bartgeier Aiolos war nach seinem Erstflug im Talgrund gefährlich nahe neben einem Bergbach gelandet, von wo er den Abflug nicht mehr schaffte. Dank unseren regionalen Beobachtern und der Wildhut war es uns gelungen, den Jungvogel rechtzeitig zu retten und ihn bei dieser Gelegenheit mit einem Sender zu markieren. Dies erlaubt uns nun zu untersuchen, ob es Unterschiede im Raumverhalten zwischen Aiolos und ausgewilderten Junggeiern gibt.

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Karte mit Bewegungsdaten von einem Bartgeier.

Die Bewegungsdaten der ersten Monate zeigen, dass Bartgeier Aiolos sehr gut unterwegs ist und in dieser Periode auch immer wieder das elterliche Territorium im Berner Oberland aufgesucht hat.

Text von Daniel Hegglin und Franziska Lörcher